Im historischen Palais Harrach in Wien, am Freyung, erweitert das Treasury sein avantgardistisches Gefühl in den Bereich der räumlichen Architektur mit The Art of Living. Es überwindet das konventionelle Wohnungsdesign, indem die österreichische Boutique eine eindrucksvolle sensorische Umgebung kuratiert, in der rohe organische Texturen, handgeplisste Leder, verbrannte Holztotems und patinierte Metalle zusammenkommen. Verankert durch skulpturale Möbel von Baxter und dem visionären Design-Duo Draga & Aurel, hebt die Präsentation den Innenraum in eine emotionale, taktile Reflexion des persönlichen Charakters.
In den barocken Innenhöfen des Palais Harrach am Freyung in Wien, Die Schatzkammer hat lange als kompromissloses Refugium für handwerkliche Maßschneiderei gedient. Mit The Art of Living, interior directors Claudia Maschke extends the boutique’s tactile criteria into private domestic space, curating furniture and room concepts with the same rigorous material standards applied to bespoke garments.
Die Innenarchitektur basiert auf architektonischen Volumen und unbehandelten Oberflächen: Terrakotta-Kalkfarbe, tiefbraune Cognac-Leder, grobes Wollbouclé, geschliffener Naturmarmor und verkohlte strukturelle Eiche. Gewölbte Fenster leiten das Wiener Tageslicht über gewachste Dielen und polierten Estrich und isolieren jedes Stück als autonome skulpturale Form im Raum.
Charakterreflexionen: Erdtöne und kurvenreiche Geometrie
Atmosphärische Dichte definiert die primären Wohnräume. Niedrige Holzplattformen tragen geschichtete, unbehandelte Leinenwürfe in Umbra, Moos und Torf. Ein übergroßer runder Spiegel, umgeben von rohem Stahl, unterbricht die flachen Wände, wirft Tageslicht in vertiefte Nischen und reflektiert transparente Gaze-Trennwände. In der angrenzenden Ecke verankert ein niedriges, drehbares Sessel in Cognac-Nubuk die Terrakotta-Wäsche und schafft Volumen durch kompakte, organische Geometrie.
Architektonische Proportionen: Das Leon Sofa von Draga & Aurel für Baxter
Der italienische Hersteller Baxter verankert den Hauptsalon durch das Leon Sofa, das in Zusammenarbeit mit dem Designstudio Draga & Aurel entwickelt wurde. Das Design behauptet massive, flache Proportionen, die durch tiefe horizontale Kurven, die den Körper umschließen, ausgeglichen werden.
Voll-anilinleder bedeckt den großzügigen Sitz, der mit dichten Mikro-Falten und strukturellen Kantenähten versehen ist, die an artikulierte Lederoberbekleidung erinnern. Direkt auf dem nackten, polierten Beton unter runden Steinzeugscheiben installiert, fungiert das Stück als architektonische Trennwand und organisiert die Bewegung durch die Halle durch reine Masse und geschwungenes Volumen.
Materialzusammenstellung: Grafische Geometrien und Hochflor-Texturen
Die Materialbibliothek des Treasury kombiniert unterschiedliche taktile Gewichte, um Reibung in ruhigen Räumen zu erzeugen. Gefaltete Mustertrays versammeln schwere gewebte Textilien, glänzenden bronzefarbenen Satin, gewaschene Kreideleinen und groben Slub-Tweed.
Diese Spannung übersetzt sich in die Sitzarrangements. Eine architektonische Bank, die mit kontrastierendem dreieckigem Jacquard bezogen ist, durchbricht die ambientale Wärme mit scharfen grafischen Rhythmen. Erhöht auf schmalen dunklen Beinen, die mit Messingkappen versehen sind, ruht das Stück über einem handgeknüpften offenen Fransenläufer und balanciert strenge modernistische Geometrie gegen handwerkliche Textilkunst.
Organische Konturen: Das Chicago Sofa von Baxter
In der Kuratierung des Treasury präsentiert als das Cigaco, verfolgt Baxters Chicago Sofa—entworfen von der italienischen Architektin Paola Navone—entspannte Eleganz durch runde, üppige Formen. Bezogen mit butterweichem Karamell-Nubukleder betont das modulare Design taktile Weichheit und sensorische Leichtigkeit.
Dichte vertikale Raffung und versammelte Kanäle artikulieren die niedrige Basis und die geschwungenen Armlehnen, während übergroße gepolsterte Kissen einladen, in den Sitz zu sinken. Indem es auf starre Umrandungen verzichtet, lässt das Stück das Leder drapieren, üppiges Volumen und maßgeschneiderte Paspeln seine skulpturale Präsenz im Raum etablieren.
Strukturelle Spannung: Verkohlte Eiche, marmorierte Marmor und gewebte Fasern
Vertikale architektonische Eingriffe verleihen den Räumen funktionales Gewicht. Ein skulpturaler Aufbewahrungstotem aus tief verkohlter, drahtgebürsteter Eiche präsentiert eine gestufte geometrische Fassade und nutzt verkohlte Holztechniken, um die Holzmaserung zu versiegeln und gleichzeitig eine lichtabsorbierende, matte schwarze Silhouette zu erzeugen.
Im Lounge-Bereich verbindet sich ein niedriges Sofa aus Haferbouclé mit einem integrierten Freischwingertisch aus dunklem, stark marmoriertem Marmor, der polierten Stein gegen dichten Schlingenflor und ein ockerfarbenes Strickakzentkissen gegenüberstellt. Den Raum verankert eine hohe, verkohlte, lebende Holzplatte, die gegen eine strukturierte Wandrelief steht, die mit rhythmischen horizontalen Latten eingeschnitten ist. Über jedes Element bleiben natürliche mineralische Streifen, Werkzeugmarkierungen und karbonisierte Maserung ohne synthetische Beschichtungen sichtbar.
Private räumliche Beratung: Das Treasury-Interieur im Palais Harrach
Das Treasury führt private räumliche Beratungen direkt von seinem Hauptsitz in der Freyung 3 durch. Das Team von Claudia Maschke entwickelt Wohnumgebungen, die maßgeschneiderte Tischlerarbeiten, architektonische Beleuchtungsprogramme, Textilauswahlen und limitierte Möbelstücke aus europäischen Kunsthandwerkswerkstätten umfassen.
Indem es sammelbare Designs von Baxter mit maßgeschneiderten architektonischen Fertigungen und historischer Wiener Mauerwerkskunst vereint, präsentiert das Treasury eine Innenarchitektur-Philosophie, die auf Gewicht, Beständigkeit und kompromissloser taktiler Tiefe basiert.